Wirtschaftsmediatorin

Ingeborg Weiß Mediation

(University of Applied Sciences)

Aktuelle Informationen

Wirtschaftsmediation in Deutschland

Im Unternehmen herrscht dicke Luft zwischen Produktion und Arbeitsvorbereitung. Seit Wochen regiert Unmut, ein unangenehmer Ton und seltsame Missverständnisse zwischen den Abteilungen, die Mitarbeiter sind stark demotiviert. Der Bereichsleiter vermutet einen als Quertreiber und schlägt auch schon der Geschäftsleitung Entlassung vor.
Das hätte natürlich zeitliche, nervliche und kostenmäßige Konsequenzen, zumal man davon ausgeht, dass der vermutete Quertreiber klagen wird.
Es ist schon genug Schaden entstanden und es ist sinnlos kostbare Arbeitszeit vergeudet worden.

Die Mediation hilft dabei, zwischen Unternehmen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer Konflikte dauerhaft zu lösen. Die Mediation vermittelt dabei unparteiisch und unterstützt die Konfliktpartner dabei, ihre Lösung selbst zu finden. Dies erhöht die Identifikation mit der Lösung und wird daher eher eingehalten.

Zurück zum Praxisbeispiel: Die Geschäftsleitung weist den Bereichsleiter an, sich um eine Mediation zu bemühen. Weiß wird beauftragt und klärt zunächst in Vorgesprächen mit dem Bereichsleiter, dass man eine Teammediation an einem neutralen Ort durchführen wird.
Es stellt sich heraus, dass die Streitpunkte des fachübergreifenden Teams durch Missverständnisse, frühere Verletzungen und Unausgesprochenem entstanden sind. Der verdächtigte Mitarbeiter hat sich als Sprachrohr einiger Kollegen aufgeschwungen und dabei einen Teufelskreis heraufbeschworen. Mit Hilfe der Mediation konnten alle Störfaktoren, Anliegen, Meinungen, Verletztheiten wertfrei herausgearbeitet werden, jeder konnte seine Sichtweise und Position schildern. In hohem Maße wurden den Mitarbeitern in der Mediation auch bewusst, dass die Belange der Firma und letztlich ihr Arbeitsplatz durch diese unnötigen Konflikte gefährdet ist. Letztlich war man dann in der Lage, die Störfaktoren zu beseitigen und konnte eine Vereinbarung für die zukünftige Zusammenarbeit treffen.
Das Europäische Institut für Wirtschaftsmediation in Wien hat 2005 in einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit herausgefunden, dass Konflikte mit Hilfe von Wirtschaftsmediation in einer durchschnittlichen Dauer von 8-24 Stunden gelöst sind. Hingegen dauern gerichtliche Auseinandersetzungen, die bei einer Instanz durchschnittlich 3 - 9 Monate, bei einer daraufhin eingelegten Berufung insgesamt 1 - 1,5 Jahre. Und dabei hat man keine Verbesserung der Lage erzielt, also keinen Konsens und der Ausgang ist für die Firma meist unbefriedigend.

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